„Wer seine Kleider in unsere Container gibt, tut etwas für den guten Zweck. Wir können damit unsere soziale Arbeit und bedürftige Menschen unterstützen“, sagt Klaus Weber, Regionalgeschäftsführer der Malteser in Baden-Württemberg. Zwar gehen die Erlöse aus dem Verwerten der gebrauchten Kleidung dramatisch zurück, was vor allem an der eingebrochenen Nachfrage aus Osteuropa liegt. Gleichwohl aber wird gebrauchte Kleidung benötigt.
Dabei spielt die gute Qualität eine wichtige Rolle. Billige Kleidung hält oft nicht lange, wärmt nicht gut oder kann nicht weiterverarbeitet werden. „Wer sich jetzt etwas Neues für Herbst oder Winter kauft, kann den alten Mantel oder die alten Schuhe gerne in die Container werfen. Billige, zerschlissene, Motoröl- und Farb-verschmierte oder verdreckte Textilien sollten dagegen privat über den Restmüll entsorgt oder zum kommunalen Wertstoffhof gebracht werden“, so Klaus Weber.
Einige gemeinnützige Vereine haben sich in verschiedenen Städten Baden-Württembergs, wie auch in ganz Deutschland, aus der Sammlung von Altkleidern zurückgezogen, weil sie keinen Gewinn mehr machen. Billigkleidung, viel verschmutzte Ware und die Entsorgung von Müll rund um die Container führten ebenso dazu wie Stellplatzgebühren, die die Kommune für Container im öffentlichen Raum erhebt. Die Malteser aber sammeln weiter. „Wir finden, dass gute Ware nicht in die Müllverbrennung gehört. Das ist weder sozial noch ökologisch. Wir hoffen, dass sich die Nachfrage wieder erhöht und wollen einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten“, so Klaus Weber.
In rund eineinhalb Jahren soll in Deutschland eine Gebühr für Textilhändler eingeführt werden, mit der die Sammelstruktur durch Container wieder verbessert werden kann. Für die Menschen wird es dann hoffentlich wieder leichter, ihre alten Kleider abzugeben.
Fünf Tipps zum richtigen Nutzen der Malteser Altkleider-Container:
- Gute und gut erhaltene Kleidung in Plastiksäcke verpacken, damit sie nicht verschmutzt oder nass wird.
- Plastiksäcke in die roten Malteser Kleidercontainer werfen.
- Ist der Container bereits voll, Säcke zunächst wieder mit nach Hause nehmen oder zu anderem Standort bringen. Die Malteser vor Ort über volle Container informieren, damit sie vorzeitig geleert werden.
- Minderwertige, aber noch recyclebare Kleidungsstücke sowie sonstige Textilware zum kommunalen Wertstoffhof bringen.
- Kaputte oder stark verschmutzte Kleidungsstücke und Schuhe in die graue Restmüll-Tonne werfen.
Weitere Informationen: https://www.malteser.de/altkleider.html