Wie Rettungshunde trotz Hitze Vermisste suchen

Eine Malteserin gibt einen Rettungshund zu trinken
Ausreichend Wasser und regelmäßige Trinkpausen sind für Rettungshunde im Sommer besonders wichtig. Foto: Malteser Schwäbisch Gmünd

Während Flächensuchhunde häufig in schattigen Waldgebieten arbeiten, sind sogenannte Mantrailer oft auf aufgeheizten Straßen, Wegen und in bebauten Gebieten unterwegs. Gerade dort können hohe Temperaturen schnell gefährlich werden. 

Denn anders als Menschen können Hunde nicht schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur durch Hecheln – das ist normal. Starkes Hecheln, Unruhe oder eine Erschöpfung können jedoch auf eine gefährliche Überhitzung hinweisen. Ein Hitzschlag kann auch für Hunde lebensbedrohlich werden. 

Besondere Vorkehrungen an heißen Tagen

„Liegt die normale Körpertemperatur eines Hundes vor dem Sucheinsatz bei etwa 38 Grad Celsius, kann sie bereits nach kurzer Zeit in der prallen Sonne deutlich ansteigen“, erklärt Michael Berger, Referent Malteser Rettungshunde der Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Ab etwa 42 Grad Körpertemperatur besteht für den Hund akute Lebensgefahr.“

Deshalb treffen die Malteser Rettungshundeteams, die sich alle ehrenamtlich engagieren, an heißen Tagen besondere Vorkehrungen. Die Hunde werden regelmäßig mit Wasser versorgt und gekühlt, ihre Brustpartie wird angefeuchtet, Suchintervalle werden verkürzt und zusätzliche Erholungspausen eingeplant. „Die Gesundheit der Hunde hat immer oberste Priorität. Wenn die Belastung zu groß wird, müssen wir einen Einsatz auch abbrechen“, betont Michael Berger.

Wie Sucheinsätze dennoch möglich bleiben

Wenn möglich, werden Nachsuchen in Abstimmung mit der Polizei in die kühleren Abendstunden verlegt. Michael Berger: „Ist ein Einsatz besonders dringend, achten die Hundeführerinnen und Hundeführer darauf, ihre Hunde rechtzeitig aus der Suche herauszunehmen. Um die Belastung für die Tiere zu reduzieren, planen die Einsatzleitungen bei der Einteilung kleinere Suchabschnitte und alarmieren bei Bedarf weitere Rettungshundestaffeln nach.“

So bleiben die Rettungshundestaffeln auch an heißen Sommertagen einsatzbereit und schützen zugleich die Gesundheit ihrer vierbeinigen Helfer.

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