Weltfrauentag: Schutz. Beratung. Qualifizierung - wie die Malteser Frauen empowern

Workshop für Frauen zum Thema Frauenrechte. Foto: Malteser

„Ich finde den Frauentag sehr wichtig – einerseits, um die Frauen zu feiern, zum anderen, um über ihre Frauenrechte zu sprechen“, sagt Lea Oechsner, Projektleiterin von INVICTA. „Viele Frauen haben bereits verschiedene Formen von Gewalt erlebt. Sie sprechen oft nicht über ihre Erfahrungen, manchmal nicht einmal mit ihrem Ehemann.“ Mit dem Projekt INVICTA (übersetzt: die Unbesiegte) unterstützen die Malteser in Kooperation mit dem Fraueninformationszentrum geflüchtete Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind. Das Projekt wird von der Diözese Rottenburg-Stuttgart gefördert.

Projekt Empowerment von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Zudem organisieren die Malteser regelmäßige Treffen für geflüchtete Frauen, bei denen sie ihre Alltagsthemen besprechen können. Ein Schwerpunkt ist auch die Beratung und Orientierung im beruflichen Bereich, damit sie ihre Stärken und Talente entdecken und sich zielgerichtet auf dem Arbeitsmarkt bewerben können.

Recho Nyekmoi-Alum, Projektkoordinatorin des Projekts „Empowerment für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte“ begleitet Frauen seit dem Frühsommer individuell auf ihrem Weg. „Frauen haben es oft nicht leicht“, sagt sie. „Viele haben in ihren Heimatländern studiert. Hier erleben sie, dass ihre Abschlüsse nicht anerkannt werden. Gleichzeitig stehen sie vor Herausforderungen wie der Kinderbetreuung – sie brauchen Unterstützung, um ihre Kompetenzen einbringen zu können.“

So organisiert Recho Nyekmoi-Alum in Zusammenarbeit mit den Teams vor Ort Berufsberatung und Einzelgespräche. Sie organisiert Workshops und Trainings, zum Beispiel wie man einen professionellen Lebenslauf schreibt oder simuliert Rollenspiele für Bewerbungssituationen. Mittels einer Medienbox können sich die Frauen auch Laptops ausleihen – ein wichtiges Werkzeug für viele, deren Abschlüsse zwar hoch sind, denen aber technische Ressourcen fehlen.

Das Empowerment-Projekt wird vom Land Baden-Württemberg gefördert. Mit diesem Projekt wollen die Malteser sicherstellen, dass die Infos gebündelt die Zielgruppe erreicht und ihre Selbstständigkeit stärkt.

Unterstützung der Frauen durch ein internationales Team

Empowernd für die Frauen ist auch die internationale Zusammensetzung des Malteser Migrationsteams selbst: „Ich finde es großartig, dass unser Team so international ist – Bosnierinnen, Ukrainerinnen, Frauen aus Uganda und vielen weiteren Ländern arbeiten und engagieren sich bei uns“, sagt Lea Oechsner. „Alle bringen ihre Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven ein.“

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