Klaus Weber, Regionalgeschäftsführer der Malteser Baden-Württemberg, dankte bei seiner Begrüßung allen, die sich bei den Maltesern engagieren und wies auch auf das große Engagement der Gliederung Kirchheim hin – ob im Sanitätsdienst, im Bevölkerungsschutz, in den Einsamkeits- und Demenzdiensten.
Langjähriges Engagement - oft über das übliche Maß hinaus
In seiner Laudatio hob Bürgermeister Sven Haumacher darauf hin, dass sich Torsten Klein seit mittlerweile 37 Jahren herausragend bei den Maltesern engagiert und bereits verschiedene Funktionen übernahm. So verantwortete er zunächst die Jugendarbeit in der Gliederung Kirchheim, später leitete er hier die Notfallvorsorge und wurde Zugführer. In Notzingen etablierte Torsten Klein das First Responder-System. Bei einem Herzinfarkt, Schlaganfall, Kindernotfällen oder einem schweren Sturz übernehmen ehrenamtliche First Responder, die alle eine Zusatzqualifikation im Rettungsdienst haben, Erste Hilfe Maßnahmen und überbrücken die entscheidenden Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Torsten Klein lebt mit einer Spenderleber und wirbt für das Ehrenamt
Seit 38 Jahren lebt Torsten Klein mit einer transplantierten Leber. Im Alter von 17 Jahren wurde bei ihm Morbus Wilson diagnostiziert - ein genetischer Defekt, der schon in jungen Jahren zur Zersetzung der Leber führen kann. „Durch eine Lebertransplantation erhielten Sie eine zweite Chance – ein neues Leben. Dieses Geschenk nutzten Sie nicht für einen hedonistischen Lebensstil, sondern setzen Ihre Kraft und Zeit dafür ein, anderen zu helfen“, so Sven Haumacher.
Die Verleihung der Ehrennadel soll auch andere ermutigen sich ehrenamtlich zu engagieren. Auch Torsten Klein nutze seine Dankesrede dazu, für das Ehrenamt zu werben. „Jeder engagiert sich anders – und wir brauchen jeden. Engagiert euch – wir brauchen Nachwuchs.“