Vor der 2./3. Lesung des Gesetzes im Bundestag versammelten sich die acht Organisationen gemeinsam unter dem Motto „Notfallversorgung sichern - Finanzierung verlässlich. Mitsprache verbindlich.“ auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor, um ihre Forderungen noch einmal gemeinsam zu bekräftigen. Nachdruck verliehen sie der Aktion mit einem Aufgebot an Rettungsfahrzeugen und Rettungshubschraubern.
Bereits zur ersten Anhörung des Gesetzesentwurfs im Bundestag am 9. September hatten die acht Organisationen, die nahezu 100 Prozent der medizinischen Notfallversorgung in Deutschland absichern, in einem gemeinsamen Positionspapier die Reform grundsätzlich begrüßt, jedoch insbesondere in zwei Punkten Verbesserungen angemahnt. Diese umfassen zum einen die Forderungen nach klaren gesetzlichen Finanzierungsregelungen, die den besonderen Anforderungen der Notfallrettung Rechnung tragen. Zum anderen fordern die Organisationen eine angemessene, stimmberechtigte Beteiligung in dem geplanten bundesweiten Fachgremium, das künftig unter anderem Rahmenempfehlungen für die Notfallrettung entwickeln soll.
Ein jederzeit einsatzbereiter Rettungsdienst, der höchste Qualitätsstandards erfüllt und ausreichend Fachkräfte gewinnt, kann aus Sicht der acht Organisationen nur dann weiter Bestand haben, wenn er auch künftig zuverlässig finanziert ist und diejenigen in die politischen Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden, die die Notfallversorgung Tag für Tag sicherstellen. Genau deshalb wurden die Forderungen und die Notwendigkeit, die Reform gemeinsam weiterzuentwickeln, mit der heutigen Aktion noch einmal bekräftigt.
Auch die Malteser Baden-Württemberg waren in Berlin vertreten
Felix Mayer, Leiter Rettungsdienst im Bezirk Neckar-Alb und Tobias Fellhauer, Rettungsdienstleiter und stellvertretender Bezirksgeschäftsführer im Bezirk Nordbaden, vertraten die Malteser Baden-Württemberg in Berlin.
„Heute wurde eines ganz deutlich: Der Rettungsdienst steht organisationsübergreifend in ganz Deutschland geschlossen zusammen. Uns alle eint das Ziel, die Menschen auch in Zukunft zuverlässig und in gewohnt hoher Qualität versorgen zu können“, so Felix Mayer. „Von Berlin ging heute ein starkes und unmissverständliches Signal aus, das von der Politik gehört und ernst genommen werden muss.“
Auch Tobias Fellhauer betonte: „Die Auswirkungen sind bei uns unmittelbar spürbar: Durch die begrenzte Finanzierung ist der notwendige Ausbau des Rettungsdienstes gefährdet. Teilweise lässt sich selbst die bestehende Vorhaltung nicht mehr wie gewohnt aufrechterhalten. Deshalb brauchen wir eine verlässliche Finanzierung, die die tatsächlichen Kosten abbildet. Denn am Ende geht es um die Sicherheit der Menschen in unserem Land.“