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Malteser Region Baden-Württemberg

Tipps für pflegende Angehörige in Zeiten von Corona

25.03.2020
Betreuung von Menschen mit einer Demenz - pflegende Angehörige stehen jetzt vor besonderen Herausforderungen. Foto: Luetke/Malteser
Betreuung von Menschen mit einer Demenz - pflegende Angehörige stehen jetzt vor besonderen Herausforderungen. Foto: Luetke/Malteser

Das Corona-Virus hat mittlerweile die Haushalte erreicht. Experten wie das Robert-Koch-Institut informieren täglich darüber. Die Malteser sind auch weiterhin in der ambulanten Pflege für ihre Kunden da und bleiben für pflegende Angehörige und für Angehörige von Menschen mit einer Demenz telefonisch erreichbar, beraten gerne und vermitteln telefonische Sprechzeiten mit Fachkräften. Die Malteser empfehlen:

  • Wer Angehörige pflegt, sollte sich jetzt strikt an die Hygieneregeln halten (www.infektionsschutz.de/coronavirus/hygiene.html): in der Öffentlichkeit so wenig wie möglich mit den Händen anfassen, nach Kontakt mit anderen Personen und z.B. nach den Einkäufen konsequent die Hände gründlich waschen
  • Bei Auftreten von Symptomen für eine Atemwegserkrankung erst einmal nicht mehr pflegen und den Hausarzt kontaktieren!
  • Außerhalb der notwendigen Pflegemaßnahmen möglichst wenig direkten Kontakt mit dem zu Pflegenden haben und Umarmungen oder zärtliche Berührungen vor allem im Gesicht vermeiden.
  • Pflegende Angehörige sollten jetzt möglichst wenig engen Kontakt zu Dritten auch aus der eigenen Familie unterhalten, um sich und den zu pflegenden Angehörigen dadurch nicht einem höheren Infektionsrisiko auszusetzen.
  • Verabredungen treffen für den Fall, dass der Pflegende wegen Krankheit oder Infektionsrisiko ausfällt.
  • Eventuell Essen vorkochen, so dass die „Vertretung“ darauf zurückgreifen kann.
  • Kontakt per Telefon/Video zur Familie, zu Freunden oder auch zu den telefonischen Besuchsdiensten halten, damit der pflegende Angehörige sich nicht noch mehr allein gelassen fühlt und Zuspruch erfährt.
  • Besondere Schwierigkeiten gibt es für Pflegende von Menschen mit Demenz: Die besonderen Hygiene-Maßnahmen in der Corona-Epidemie sind Menschen mit einer Demenz je nach Stadium nicht zu vermitteln. Pflegende Angehöriger sind jetzt deshalb noch mehr gefordert und benötigen verstärkt Entlastung, um nicht auszubrennen.
  • Bitten Sie Freunde und Nachbarn einzukaufen und teilen Sie sich z.B. als Paar oder unter den Geschwistern die Betreuungszeiten noch mehr auf, damit Sie „Luft holen“ können.
  • Suchen Sie rechtzeitig Rat bei Profis, wenn Sie unsicher sind, wie die Pflege ihres Angehörigen künftig erfolgen soll: Pflegewegweiser der Gemeinden, Bundesländer und Verbraucherzentralen. 

Hintergrund-Info:
Die Malteser bieten auch in Zeiten von Corona derzeit an zehn Standorten in Baden-Württemberg fachlich kompetente Pflege und Betreuung in den eigenen vier Wänden, um dem Pflegebedürftigen zu Hause ein weitgehend eigenständiges Leben zu ermöglichen. Rund 500 qualifizierte Pflegekräfte versorgen derzeit jeden Monat 1.300 Patienten. Sie leisten Grund- und Behandlungspflege, bieten hauswirtschaftliche Versorgung und pflegerische Betreuungsleistungen an und vermitteln bei Bedarf weitere Hilfsangebote wie den Malteser Menüservice, den Malteser Hausnotruf sowie Einkaufs- oder Telefonbesuchsdienste. 
 


Spendenkonto:
Malteser Hilfsdienst e.V. 
IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012 
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort: „Corona-Hilfe“
Oder online: www.malteser.de/corona-hilfe
 

Christlich und engagiert: Die Malteser setzen sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit • 80.000 Engagierte in Ehren- und Hauptamt • an 700 Orten • 1 Mio. Förderer und Mitglieder
                                                                                                    

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