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Malteser Region Baden-Württemberg

60 Jahre - 60 Malteser

Die Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden 60!

1959 - 2019

Seit 1959 gibt es die Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und in der Stadt Stuttgart. Inzwischen engagieren sich fast 3.500 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche ehrenamtlich in 31 Gliederungen. Sie übernehmen Sanitätsdienste, sind im Katastrophenschutz und in der Hospizarbeit aktiv, engagieren sich in Besuchsdiensten, in Integrationsprojekten für Geflüchtete und in der Jugendarbeit sowie in vielfältigen weiteren Diensten für kranke, einsame und benachteiligte Menschen. Rund 4.000 hauptamtliche Malteser setzen sich in 19 Dienststellen und 22 Rettungswachen, in Pflege- und Fahrdiensten, im Hausnotruf und Menüservice sowie zahlreichen weiteren sozialen Diensten für ihre Mitmenschen ein.

60 Jahre Malteser, das sind auch 60 Jahre tätige Nächstenliebe. Unter dem Motto „60 Jahre – 60 Malteser“ zeigen wir hier 60 Gesichter, die hinter dieser Hilfe stehen. 

Der neueste Beitrag

Marja Rothenhöfer, stellvertretende Leitung Flüchtlingshilfe und Integrationsmanagerin in Stuttgart

Marja Rothenhöfer (31 Jahre) ist Diplom-Pädagogin mit systemischer Ausbildung und arbeitet in der Malteser Flüchtlingshilfe in Stuttgart als Integrationsmanagerin und stellvertretende Leitung. Neben ihrer Arbeit ist das Theater ihre große Leidenschaft. Darum war sie auch gerne bereit, im Rahmen des Filmprojektes "Integration braucht kein Drehbuch" in dem Kurzfilm "The Classroom" in einer der Hauptrollen mitzuwirken. 

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich bin seit Dezember 2015 hauptamtlich beim Malteser Hilfsdienst in Stuttgart tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern! 
Als Integrationsmanagerin bin ich in einer Unterkunft für Geflüchtete Ansprechpartnerin für alle Themen, welche die Menschen, die dort leben, beschäftigen. Das Themenfeld ist riesig: Gesundheit, Finanzen, Familie, gesellschaftliche Teilhabe, Bildung, Arbeitsmarktintegration, Aufenthalt, Familiennachzug und vieles mehr. Oft geht es auch darum, den Kummer und die Konflikte, die eine Flucht und das Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft mit sich bringen, zu bewältigen. Unser Ziel als Malteser ist es, die Menschen auf ihrem Weg zu selbstständigen und integrierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Gesellschaft zu unterstützen und zu begleiten.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Bei meiner Arbeit erlebe ich fast jeden Tag einen „Malteser Moment“. Dann nämlich, wenn ich die Resonanz bekomme, dass wir helfen konnten. Weil wir hilfebedürftigen Menschen auf Augenhöhe begegnen und unsere Arbeit mit dem Herzen tun. Das kann das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder sein, nachdem wir in der Notunterkunft ein Spielzimmer eingerichtet haben, oder der Stolz in den Augen einer geflüchteten Frau nach dem ersten selbstgeführten Telefonat auf Deutsch. Oder einfach nur ein „Danke“ fürs Zuhören. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern, dass sie weiterhin viele Menschen davon begeistern können, Gutes zu tun. Egal ob haupt- oder ehrenamtlich: jede einzelne Person ist wichtig für das Gelingen unserer Arbeit. 


Alle bisherigen Beiträge

Gabriele Appel, Sorglos Begleiterin in Stuttgart

Gabriele Appel (55 Jahre) ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin und bei den Maltesern Sorglos Begleiterin im hauptamtlichen Betreuungsdienst. Ihre Hobbies sind: Lesen und Musik.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich bin seit 5 1/2 Jahren bei den Maltesern aktiv.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigekeit bei den Maltesern!
Ich bin Mitarbeiterin in der Sorglos Begleitung in Stuttgart. 

Meine Kolleginnen und ich begleiten Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf und geben Hilfestellung in der Organisation des persönlichen Alltags. Dabei orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen des Betreffenden. Wir sind vor Ort bei den Menschen, geben Ihnen Orientierung und Unterstützung, begleiten zum Arzt oder Therapiebesuch, gehen spazieren, organisieren Termine, hören zu, sind im Gespräch, helfen wo Hilfe benötigt wird, schenken Zeit und Aufmerksamkeit. 

Wir erhalten regelmäßig professionelle Fortbildungen und werden von unserer Teamleitung wertschätzend und unterstützend begleitet. Durch regelmäßig stattfindende Teamsitzungen pflegen wir den wichtigen Erfahrungsaustausch untereinander, klären Fragen, erhalten Unterstützung. Ich bin glücklich und dankbar ein Teil in diesem wunderbaren Team zu sein.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Viele Menschen, die wir begleiten dürfen, haben den 2. Weltkrieg als Kinder erlebt. Die Bedeutung vom Verlust geliebter Menschen, Verlust von Gesundheit, Verlust liebgewordener Schätze aus der Kriegskinderzeit, die Sehnsucht nach etwas unwiderbringlich Verlorenem, die vielen ungeklärten Fragen, die Schilderungen von ganz persönlichen Erlebnissen, von Freude und Leid, bringen mich in Berührung mit so vielen, unterschiedlichen, menschlichen Schicksalen. Das sind für mich, immer wieder, viele Malteser-Momente, es sind menschliche Momente. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?

dass die Maltesergemeinschaft stark bleibt und wachsen kann 

dass die Potentiale der Malteser sich weiterhin entfalten können. 

dass die Malteser in Treue und Beständigkeit, in der Begleitung von Menschen in Not und Menschen, die Hilfe brauchen, in all der Vielfalt der Herausforderungen, auch in der Zukunft, für alle, eine sichere Anlaufstelle bleiben werden. 

Michael Berger, Stadtbeauftragter und Leiter der Malteser Rettungshundestaffel in Schwäbisch Gmünd

Michael Berger (45) ist Stadtbeauftragter und Leiter der Rettungshundestaffel in Schwäbisch Gmünd. Darüber hinaus ist er der zuständige Fachberater für Rettungshundearbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Leiter der Rettungshundearbeit im Bezirk Nord- und Ostwürttemberg sowie Prüfer für Mantrailing. Alles rein ehrenamtlich! Hauptberuflich ist der Vater zweier erwachsener Kinder als Bauleiter tätig. Wenn noch etwas freie Zeit übrig bleibt, ist er sportlich unterwegs - beim Laufen, Skifahren oder Wandern.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv?
Seit Mai 2006.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Seit meinem Eintritt in den Malteser Hilfsdienst e.V. bin ich ehrenamtlicher Leiter der Schwäbisch Gmünder Rettungshundestaffel und als Rettungshundeführer mindestens zweimal wöchentlich in unserer Rettungshundestaffel aktiv. Darüber hinaus wurde ich im Jahre 2008 zum Einsatzsanitäter berufen. In den Folgejahren folgten weitere Berufungen: 2011 zum Prüfer für Mantrailing, 2012 zum stellvertretenden Stadtbeauftragten, 2017 zum Stadtbeauftragten und 2018 zum Leiter der Rettungshundearbeit im Bezirk Nord- und Ostwürttemberg. Alle diese Berufungen lebe ich mit großem Idealismus und voller Überzeugung. So versuche ich Vorbild für alle ehrenamtlichen Malteser Helferinnen und Helfer zu sein.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Jeder gemeinsame Einsatz mit unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist mir in besonderer Erinnerung. Besonders "denkwürdig" natürlich, wenn wieder einer unserer Rettungshunde bei unseren zahlreichen Vermisstensucheinsätzen ein Menschenleben retten konnte. Aber auch die zahlreichen glücklichen Kinderaugen bei unseren vielen Kindergarten- und Schulbesuchen oder bei unseren Vorführungen vergesse ich nie. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Zukunft?
Ich wünsche den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart auch für die nächsten 60 Jahre alles erdenklich Gute und Gottes Segen, so dass sich viele Menschen weiter ehrenamtlich engagieren - ganz nach unserem Leitsatz „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“.

Monika Burkhardt, Hospizbegleiterin bei den Maltesern in Freudenstadt

Monika Burkhardt (37) ist hauptberuflich als Restaurantfachfrau tätig. Sie ist verheiratet und hat seit drei Jahren eine kleine Tochter. Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Lesen, Backen, bei Spaziergängen mit ihrem Hund - und seit knapp zwei Jahren im Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Freudenstadt.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Seit November 2017 engagiere ich mich ehrenamtlich als Hospizbegleiterin im Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Freudenstadt.  

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern! 
Als Hospizbegleiterin besuche ich regelmäßig Familien, in denen Kinder oder Jugendliche von einer lebensbegrenzenden oder lebensbedrohlichen Krankheit betroffen sind, und versuche, sie in ihrem Alltag zu unterstützen. Zuhören und Verständnis zeigen sind dabei ganz wichtig.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Ein solcher besonderer Moment ist es für mich immer dann, wenn der berühmte "Knoten" platzt und wenn die Freude am Leben trotz aller Krankheit, Schmerzen oder Trauer wieder in die Familie zurückkehrt.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern mindestens noch weitere 60 Jahre und viel Zulauf im Ehrenamt.

Samuel Busch, Leiter Einsatzdienste bei den Maltesern im Rems-Murr-Kreis

Samuel Busch (23) befindet sich in der Ausbildung zum Notfallsanitäter. Zu seinen Hobbies zählen Schwimmen, Lesen und Fotografieren. Bei den Maltesern im Rems-Murr-Kreis ist er der verantwortliche Leiter der Einsatzdienste.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Seit vier Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich bei den Maltesern, jetzt als Leiter der Einsatzdienste.   

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern! 
Als Leiter der Sanitätsdienste koordiniere und plane ich alle Sanitätsdienste und Einsätze unserer Kreisgliederung Rems-Murr. Zudem kümmere ich mich um die Verwaltung des Helfer-vor-Ort-Dienstes; das sind die Ersthelfer, die beispielsweise bei einem Unfall gerufen werden und Erste Hilfe leisten bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Als Mitglied im Führungskreis arbeite ich darüber hinaus auch an der Weiterentwicklung der Gliederung mit.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Der Sanitätsdienst auf dem Summer Breeze Festival im Jahr 2016 war mit Sicherheit ein solcher "Malteser Moment" für mich. Wir sind damals als kleine Gruppe in Dinkelsbühl (Mittelfranken) angereist, um die bayerischen Malteser beim Sanitätsdienst bei diesem Open Air Festival zu unterstützen. Innerhalb kürzester Zeit hat sich aus sich zunächst völlig fremden Menschen eine großartige Einheit zusammengefunden. Das hat mir besonders gut gefallen.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Dass wir als bundesweiter Malteser Verband immer weiter zusammenwachsen.

Dorothee Einselen, Koordinatorin Fachdienst Demenz in Kirchheim-Teck

Dorothee Einselen (58 Jahre) ist Sozialpädagogin und koordiniert den Fachdienst Demenz in Kirchheim-Teck. Ihre Hobbies sind: Wandern, kreatives Gestalten, Sport und Bücher.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Seit 7 Jahren arbeite ich hauptamtlich bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Ich berate Angehörige zu allen Fragen rund um das Thema Demenz und vermittle dementiell veränderten Menschen einen Platz in einem unserer Cafes oder in der Sorglos Begleitung zuhause. Um auf unseren Dienst aufmerksam zu machen, gehört die Pressearbeit zu meinen Aufgaben sowie Informationsveranstaltungen, die ich gemeinsam mit meiner Kollegin anbiete. Die Akquise und Begleitung von unseren Demenzbegleiterinnen und Demenzbegleitern ist u.a. ein wichtiger Bestandteil, genauso wie der Austausch und die Kontaktpflege zu unseren Kooperationspartnern.  Die vielen Kontakte und Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen, die Ermittlung des Bedarfs und das Anbieten von individuellen Lösungen sowie die Weiterentwicklung unseres Dienstes, aktuell mit dem Aufbau eines Marktcafes, finde ich persönlich sinnstiftend, abwechslungsreich und bereichernd. 

Was ist Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Dieses Jahr im Mai war ich zum ersten Mal beim Sonnenzug dabei. Das Engagement, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der vielen Helfer, die Organisation und Logistik, um Senioren einen Ausflug an den Bodensee zu ermöglichen, hat mich beeindruckt. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Das der Blick auf den bedürftigen Menschen nicht verloren geht, sondern immer Mittelpunkt des Handelns bleibt.

Moritz Gabel, Bundesfreiwilliger bei den Maltesern in Kirchheim/Teck

Moritz Gabel ist seit September 2018 im Bundesfreiwilligendienst hauptamtlich bei den Maltesern in Kirchheim unter Teck tätig. Seit ein paar Monaten engagiert er sich darüber hinaus auch ehrenamtlich in der Malteser Jugend beim Katastrophenschutz.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
In meinem Jahr als Bundesfreiwilliger habe ich das Glück, in mehreren Bereichen zu arbeiten. So bin ich vormittags in der Ausbildung und nachmittags in der Seniorenbetreuung tätig. Dabei sind auch meine Aufgaben sehr vielfältig. Vormittags bin ich meistens im Büro. Dann "hüte" ich das Telefon, bearbeite Emails und bereite Erste-Hilfe-Kurse vor. Nachmittags bin ich für "unsere" Senioren im Café Malta zuständig, das speziell auf Menschen mit Demenz ausgerichtet ist. Dreimal in der Woche übernehme ich den Fahrdienst und hole nachmittags unsere Gäste mit einem Kleinbus ab. Die Arbeit mit den Senioren gefällt mir besonders gut, da ich vieles lernen kann und viele schöne Gespräche führe. Im Café Malta basteln und spielen wir viel mit den Senioren, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu fördern. Natürlich ist auch jedes Mal für das leibliche Wohl mit Kaffee und Kuchen bestens gesorgt.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Die Zeit bei den Maltesern hat mir sehr viel gebracht. Alleine durch das Vertrauen, das mir meine Vorgesetzte entgegenbringt, ist mein Verantwortungsgefühl sehr gestiegen, auch im Hinblick auf meinen weiteren Ausbildungsweg.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern für die Zukunft, dass es noch mehr Menschen gibt, die Lust haben, sich sozial zu engagieren, und dass auch viele junge Menschen solche Erfahrungen wie ich sammeln können, zum Beispiel auch durch ehrenamtliche Mitarbeit in der Malteser Jugend.

Özge Görkem, pädagogische Hausleitung Flüchtlingshilfe

Özge Görkem (25) ist bei den Maltesern hauptamtlich als pädagogische Hausleitung in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete tätig. In ihrer Freizeit geht sie gerne auf Reisen oder liest ein gutes Buch.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich bin mittlerweile seit einem Jahr und drei Monaten hauptamtlich beim Malteser Hilfsdienst tätig. 

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern! 
Ich arbeite als Pädagogische Hausleitung in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Zu meinen Aufgaben gehören die Belegung der Zimmer, Kontrolle und Konfliktmanagement. Außerdem bin ich Ansprechpartner für verschiedene Behörden, sowie für die Bewohner bei jeglichen Fragen und Problemen in der Unterkunft. 

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Mein ganz besonderer Malteser Moment war, als zwei Bewohner der Unterkunft sich bei den Maltesern um eine Ausbildung bewerben wollten. Wir erklärten ihnen, dass sie in ihrer Bewerbung darlegen sollen, weshalb sie bei den Maltesern arbeiten möchten. Daraufhin antworteten sie: „Dürfen wir schreiben, weil die Malteser Mitarbeiter in unserer Unterkunft sehr nett und hilfsbereit sind?“. Dieser Moment hat mir gezeigt, dass Unterstützung und Bemühungen ankommen, „…weil [wirklich] Nähe zählt“. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart wünsche ich für die Zukunft viel Erfolg, Glück und viele schöne, bedeutende und prägende Momente.  

Dieter Hamm, Kreisbeauftragter und Referent für Besuchs- und Therapiehunde bei den Maltesern in Böblingen

Dieter Hamm ist verheiratet und hat eine Tochter. Hauptberuflich arbeitet der Bankkaufmann als kaufmännischer Angestellter. Seine Hobbies sind Hunde und alles, was mit Hunden zu tun hat, sowie alles rund um Haus und Garten. Darüber hinaus engagiert er sich sozial in vielen Bereichen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv?
Ich bin seit dem 1. Januar 2004 ehrenamtliches Mitglied beim Malteser Hilfsdienst in der Kreisgliederung Böblingen und habe diese kontinuierlich aufgebaut. Vor nunmehr fast zehn Jahren wurde ich zum ehrenamtlichen Kreisbeauftragten berufen. Bereits 2006 starteten wir mit der Besuchs- und Therapiehundearbeit.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Seit 2006 haben wir den Dienst der Malteser Besuchs- und Therapiehunde kontinuierlich ausgebaut. Auch in anderen Gliederungen wie beispielsweise Freudenstadt, Ravensburg, Kirchheim, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Stuttgart haben wir diese Arbeit eingeführt, Hundeteams ausgebildet und auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Die schönsten Momente meiner ehrenamtlichen Arbeit sind vor allem zu sehen, was ein Besuch unserer Hundeteams bei den von uns besuchten und betreuten Personen hervorruft und welche Emotionen sich da zeigen, aber auch, wie sich unsere Hunde auf ihre Arbeit bei Kindern, Senioren und Menschen mit einer Behinderung freuen.
Der schönste Moment war, als sich ein autistisches Kind bereits nach kurzer Zeit voll und ganz auf den Hund eingelassen, ihn in den Arm genommen, sich an ihn gekuschelt und mit ihm gesprochen hat.

Was wünschen Sie den Maltesern für die Zukunft?
Ich wünsche Ihnen, dass sie sich immer mit Offenheit untereinander begegnen.

Melanie Hummel, Notfallhelferin bei den Maltesern in Rottenburg

Melanie Hummel (29) ist verheiratet und arbeitet als pharmazeutisch-technische Assistentin. In ihrer Freizeit liebt sie es, klettern und wandern zu gehen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Seit fünf Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Ich bin als Notfallhelferin ehrenamtlich im Bereich der Sanitätsdienste tätig.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Als ich im vergangenen Jahr meine Ausbildung zur Notfallhelferin in Schwäbisch Gmünd absolviert habe, durfte ich viele neue und tolle Malteser Kolleginnen und Kollegen kennenlernen.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Dass die Malteser weiterhin attraktiv für ihre Helferinnen und Helfer und ihre Mitglieder bleiben und weiter wachsen.

Matthias Michel, Jugendgruppenleiter, Ausbilder, Multiplikator für Prävention sexualisierte Gewalt und Einsatzsanitäter

Matthias Michel (30 Jahre) ist Sozialarbeiter. Bei den Maltesern ist er in vielen Funktionen tätig. So ist er Jugendgruppenleiter, Ausbilder, Multiplikator für Prävention sexualisierte Gewalt und Einsatzsanitäter. Wenn er nicht gerade für die Malteser im Einsatz ist, verbringt er seine freie Zeit am liebsten mit Saxophonspielen im Musikverein oder mit Radfahren.
 

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ehrenamtlich bin ich seit Mai 2000 aktiv, dazu war ich vom 01.10.2017 bis 30.06.2019 als pädagogischer Mitarbeiter im Diözesanreferat Jugend und Schule tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Im Ehrenamt bin ich sehr unterschiedlich unterwegs. Neben meiner wöchentlichen Jugendgruppe, die aktuell aus 10 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 17 Jahren besteht, bin ich Ausbilder für Erste Hilfe, Helfergrundausbildung und auch Multiplikator für das wichtige Thema Prävention von sexualisierter Gewalt. Hier bereitet es mir am meisten Freude anderen Maltesern Wissen weiter zu geben. Ganz egal ob es sich um Erste Hilfe Grundlagen handelt oder auch Wissen über die Malteser. Gerade in der Jugend kommt neben der Wissensvermittlung der Spaß nicht zu kurz. Auch die verschiedenen Sanitätsdienste, die ich als Einsatzsanitäter erlebt habe, zeigen, wie wichtig ein Ehrenamt bei einer Hilfsorganisation ist. Damit andere Feiern können, sind wir da und sorgen uns um erkrankte und verletzte Personen. 
Der Schwerpunkt meiner ehrenamtlichen Tätigkeit gehört der Malteser Jugend durch die wöchentliche Frequenz und auch durch die hauptamtliche Tätigkeit im Referat Jugend und Schule. 

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Ein ganz besonderer Malteser Moment fällt mir schwer zu benennen, da man sehr viele schöne und besondere Momente erlebt, wenn man als Malteser unterwegs ist und mit anderen Malteser zusammen kommt. 
Meine Top 3 sind: Die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Vechta, das Bundesjugendlager in Bad Wimpfen 2011 und der Katholikentag in Mannheim 2012.
Der Bundeswettbewerb in Vechta war meine erste Veranstaltung auf Bundesebene, an der ich teilgenommen habe. Es war sehr beeindruckend, wie groß die Malteserfamilie ist und das Bild vom Einzug der Banner beim Gottesdienst war sehr prägend, vor allem weil ich mit zwei Kameraden das Banner für Rottenburg-Stuttgart tragen durfte. 
Beim Bundesjugendlager in Bad Wimpfen war ich im PDST-Team (=Platz-Dienst-Sicherheit-Technik) wir waren für den Zeltplatz und die funktionierende Infrastruktur verantwortlich. Das erste Mal auf dem großen Zeltplatz zu stehen und nach und nach die Zeltstadt wachsen zu sehen war gigantisch. Und zudem noch die vielen Teilnehmer und Begegnungen aus ganz Deutschland. 
Der Katholikentag in Mannheim bleibt mir in guter Erinnerung, da ich hier im Begleitdienst für Menschen mit Handicap unterwegs war. Hier haben wir zu zweit eine Person betreut, den Katholikentag mitgefeiert und miterlebt, wie Menschen mit Handicap ihren Alltag bewältigen. Natürlich gab es auch hier Freizeit um eigenverantwortlich das Programm mitzufeiern und an den verschiedenen Angeboten teilzunehmen. 
Was ist ein besonderer Malteser Moment? Die Begegnung mit anderen Maltesern macht es aus und ein besonderer Moment folgt dem nächsten. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Was kann man einer Diözese für die Zukunft wünschen? Viele Helfer oder viele Fahrzeuge? Ich denke das wichtigste für die Zukunft der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist, dass wir uns auf unsere Kerndienste beruhen, aber uns nicht gegenüber Neuem absagen. Weil wir Malteser sind aus Tradition Modern. Ich wünsche mir für die Zukunft unserer Diözese eine großartige Gemeinschaft übergreifend von Diensten und Gliederungen - eine große Maltesergemeinschaft. Mit engagierten Helfern, die unser Malteserkreuz nicht nur tragen sondern leben. Und vor alle wünsche ich den Verantwortlichen auf Diözesan-, Bezirks- und Ortsebene gute Nerven und einen zuverlässigen und breiten Rückhalt von den Helfern und Jugendlichen. 

Lena Müller, Trainee im Sozialmanagement

Lena Müller (24 Jahre) ist studierte Betriebswirtin und als Trainee bei den Maltesern tätig. In ihrer Freizeit geht sie besonders gerne Reisen.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?
Seit Februar 2018 bin ich bei den Maltesern hauptamtlich tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigekeit bei den Maltesern!
Ich bin bei den Maltesern als Trainee tätig. Das Trainee-Programm ist ein 18-monatiges Nachwuchsführungskräfte-Programm. Zu Beginn lernte ich die gesamte Vielfalt der Malteser Dienste kennen, ob bei der Aufbereitung der Schulverpflegung im Menüservice, einem Technikeranschluss beim Hausnotruf oder einer Hausgeburt im Rettungsdienst, ich durfte überall hospitieren. Neben dem Kennenlernen der Malteser Dienste liegt der Fokus des Programms in der Vorbereitung auf eine spätere Führungsposition, wofür ich im Rahmen diverser Projekte, Fortbildungen und Coachings fit gemacht werde.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Mein ganz besonderer „Malteser Moment“ war die Hospitation im Rettungsdienst Stuttgart: Hier durfte ich die Rettungskräfte bei der Hausgeburt eines kleinen gesunden Mädchens unterstützen.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern für die Zukunft, dass sie weiterhin so erfolgreich und schnell Menschen in Notsituationen helfen.
 

Susanne Righi-Eberhardt, Dozentin für Erstorientierungskurse

Susanne Righi-Eberhardt (49) ist verheiratet und hat zwei "wundervolle Teenager-Töchter" im Alter von 13 und 14 Jahren. Montainbike-Fahren, Schwimmen und Joggend sind ihre Hobbys. In Bamberg hat sie Germanistik studiert und vor der Geburt ihrer Kinder als Journalistin gearbeitet. Anfang 2017 absolvierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe ein Aufbaustudium zur Dozentin für Deutsch als Fremdsprache.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?
Bei den Maltesern arbeite ich seit Juni 2017 als Dozentin in Erstorientierungskursen für Geflüchtete. Der Kurs vermittelt sowohl deutsche Sprachkenntnisse als auch landeskundliches Wissen und die Werte unserer Gesellschaft. Ergänzt wird der Unterricht durch Exkursionen wie beispielsweise in den Landtag nach Stuttgart, Besuche in der Bibliothek oder auf dem örtlichen Obst- und Gemüsemarkt.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Seit Januar 2019 unterrichte ich in der Gemeinschaftsunterkunft in Bietigheim-Bissingen 22 Geflüchtete aus neun Nationen (Afghanistan, China, Gambia, Guinea, Irak, Iran, Nigeria, Togo, Türkei). Die Teilnehmenden sind zwischen 20 und 45 Jahre alt, viele von ihnen sind gerade mal vier oder fünf Monate in Deutschland. Im Kurs sind nur drei Frauen, zwei von ihnen haben Kinder, die nun in einen Kindergarten gehen. Der Kurs bietet den Teilnehmenden - trotz unklarer Bleibeperspektive - eine Abwechslung zum eintönigen Alltag in der Unterkunft. Die Interaktion im Kurs beruht auf Respekt, Toleranz und Vertrauen. Die Teilnehmenden helfen sich gegenseitig und bereichern den Unterricht mit ihrer Persönlichkeit.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Wenn ich sehen kann, dass einer meiner Teilnehmenden zu einem Sprach- oder Integrationskurs zugelassen ist und damit dem normalen Alltag in Deutschland einen Schritt näher gekommen ist, fühle ich mich und meine Arbeit sowie das Engagement der Träger - BAMF und Malteser - bestätigt.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche mir, für die Malteser als Träger von Erstorientierungskursen weiterhin Kurse ausrichten zu können, so dass wir noch für mehr Geflüchtete die Tür in die Normalität zumindest einen Spaltbreit öffnen können. - Wenn nicht wir, die Malteser, wer dann?!

Norbert Scheffler, Stadtbeauftragter in Ravensburg-Weingarten

Norbert Scheffler (63) ist Pflegedienstleiter und hat zwei Söhne. Bei den Maltesern ist er ehrenamtlicher Stadtbeauftragter von Ravensburg-Weingarten, Mitglied im Diözesanvorstand, Delegierter zur Bundesversammlung und Projektleiter Osteuropa. Wenn neben seinem Beruf, seinen zahlreichen Ehrenämtern und seinen Reisen nach Osteuropa noch Zeit übrig bleibt, beschäftigt er sich gerne mit Fotografie oder Modelleisenbahnen. 

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich engagiere mich bereits seit 1973 ehrenamtlich bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Als Stadtbeauftragter vertrete ich die Malteser nach außen, bin Ansprechpartner für alle unsere Ehrenamtlichen und auch für die Verwaltung und Buchhaltung unserer Gliederung zuständig. Außerdem arbeite ich als Rettungssanitäter im Sanitätsdienst mit und engagiere mich demnächst auch noch als Ausbilder.

Seit 30 Jahren bin ich zudem im Auslandsdienst immer wieder in Osteuropa - vor allem in Rumänien - unterwegs. Wir unterhalten aktuell eine Partnerschaft mit dem rumänischen Malteser Hilfsdienst SAMR in Satu Mare und unterstützen dort die Aktivitäten der rumänischen Malteser in den sozialen Diensten. Darüber hinaus haben wir eine Kooperation mit dem Kloster Moldovita und den Gemeinden Moldovita und Vatra Moldovita. Wir organisieren regelmäßig Hilfsgütertransporte und bringen Lebensmittel und Kleidung sowie medizinische Ausstattung und Geräte für die neue Ambulanzstation und sonstige Gebrauchsgüter, die dringend benötigt werden.

Seit 2015 engagieren wir uns als Diözese zusätzlich in Belarus (Weißrussland). Dort unterstützen wir finanziell die Arbeit der Sozialen Zentren in Nezvish, Krupki und Soligorsk in Kooperation mit der Caritas in der Erzdiözese Minsk-Mogilev als Partnerorganisation.

Im Malteser Diözesanvorstand bin ich als Helfervertreter aktiv. Dabei wirke ich bei anstehenden Beratungen und Entscheidungen, Budgetberatungen und Jahresabschlüssen mit.

Als Delegierter zur Bundesversammlung vertrete ich die Interessen der Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf Bundesebene.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Zu meinen besonderen "Malteser Momenten" zählen meine Einsätze in Rom bei den verschiedensten Anlässen. So zum Beispiel bei der großen Malteser Wallfahrt nach Rom für Menschen mit Behinderungen oder beim Sanitätsdienst auf dem Petersplatz im Heiligen Jahr.

Ein besonderer "Malteser Moment" war für mich auch das Dankeschön des Klosters Moldovita, als wir in der dortigen Werkstatt für die Restaurierung einer Feuerwehrfahne aus Ravensburg bezahlen wollten und das Kloster dafür nichts haben wollte, „weil wir schon so viel Hilfe in das Dorf gebracht haben!".

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern in der Diözese weiterhin viele Helferinnen und Helfer in dieser großartigen Gemeinschaft, so dass wir die wachsenden Aufgaben für das Wohl in unserer Gesellschaft auch in Zukunft so gut meistern können wie bisher.

Alexander Siwek, Personalsachbearbeiter, Erste-Hilfe Ausbilder, Katastrophenschutz

Alexander Siwek (24) arbeitet hauptamtlich als Personalsachbearbeiter und als Erste-Hilfe Ausbilder beim Malteser Hilfsdienst. Seine Freizeit verbringt er gerne in seinem Ehrenamt im Katastrophenschutz oder mit Brettspieleabenden. 

Wie lange sind Sie schon ehren-/hauptamtlich bei den Maltesern aktiv?
Hauptamtlich seit Oktober 2015. Ich habe damals als Bufdi bei den Maltesern Kirchheim angefangen. Dann wechselte ich ab dem Januar 2016 in die Flüchtlingshilfe in Stuttgart. Im September 2016 begann ich dann meine Ausbildung für Büromanagement in Stuttgart. Seit dem Abschluss meiner Ausbildung im Januar 2019 bin ich nun als Personalsachbearbeiter in Stuttgart tätig. 
Mit meinem Ehrenamt im Katastrophenschutz bei den Maltesern in Kirchheim begann ich ebenfalls im Oktober 2015.

Beschreiben Sie kurz Ihre ehren-/hauptamtliche Tätigkeit bei den Maltesern!
Während meines FSJ in Kirchheim habe ich Erste-Hilfe Kurse gehalten. Nach dem Wechsel nach Stuttgart in die Flüchtlingshilfe, war ich mit den anderen FSJ/ BFD für die Essensausgabe zuständig und habe auch das Essen auf die gesamten Notunterkünfte verteilt. Während meiner Ausbildung war ich in den Abteilungen Flüchtlingshilfe, Hausnotruf, Menüservice, Buchhaltung in Freiburg und im Personal eingesetzt. Dort lernte ich die Vielseitigkeit der Malteser kennen. Nach meiner Ausbildung wurde ich in der Personalabteilung übernommen. Dort mache ich seit dem und bis heute die Personaladministration für den Bezirk Stuttgart, zusammen mit zwei Kolleginnen das Bewerbermanagement und noch kleinere Tätigkeiten wie die IT für unsere Personalabteilung.
Im Ehrenamt bin ich seit Januar 2016 als Einsatzsanitäter auf Sanitätsdiensten unterwegs. Seit Januar 2018 bin ich auch Gruppenführer und Leiter des Presseteams in Kirchheim.

Was war Ihr ganz besonderer „Malteser Moment“?
Es gibt da sehr viele Momente die erwähnenswert sind. Der beste Moment war jedoch ziemlich am Anfang meiner Laufbahn bei den Maltesern. Im August 2016 war ich damals auf dem Summer Breeze in Dinkelsbühl. Dort lernte ich schon viel über die Strukturen der Malteser und der  Einsatz war für mich als neuer Einsatzsanitäter eine tolle Erfahrung. Die bis dahin besuchten Sanitätsdienste waren immer klein im Vergleich zum Summer Breeze. Auch das Zusammensitzen nach der Schicht war immer gut, um neue Kontakte mit anderen Maltesern zu knüpfen. Was ich an dem Maltesern auch schätze ist die kollegiale Zusammenarbeit am Arbeitsplatz in Stuttgart.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Zukunft?
Vor 60 Jahren herrschte in vielen Teilen Deutschland eine Hochkonjunktur. Leider konnten viele Aufträge nicht erledigt werden aufgrund eines Personalmangels. Zu solch einer Zeit wurden die Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gegründet. Trotzdem schafften es die Malteser in unserer Diözese sich zu etablieren und zu wachsen. Heute befinden wir uns wieder in dieser Lage. Daher wünsche ich den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dass Sie trotz der schwierigen Personalsituation weiterhin wachsen können.

Teresa Spath, Mitarbeiterin im Telefonbesuchsdienst der Stuttgarter Malteser

Teresa Spath arbeitet als RA-Spezialistin (Regulatory Affairs Specialist) in einem Pharmaunternehmen und begleitet dort alle Schritte bis zur Zulassung neuer Medikamente auf dem Markt. Sie ist verheiratet, ihr Mann und sie erwarten im Herbst ihr erstes Kind. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit der Familie und mit Freunden, sie macht gerne Sport und geht gerne ins Theater. Bei den Stuttgarter Maltesern engagiert sie sich ehrenamtlich im Telefonbesuchsdienst und schenkt mit einem wöchentlichen Telefonanruf einem älteren Menschen, der alleine lebt oder wenig soziale Kontakte hat, regelmäßig eine Zeit der Freude und menschlichen Nähe. 

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich engagiere mich schon seit dem Jahr 2009 ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen und Bereichen bei den Maltesern, zunächst in Österreich und seit diesem Jahr auch im Telefonbesuchsdienst in Stuttgart.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Einmal in der Woche telefoniere ich mit einer entzückenden älteren, alleinstehenden Dame. Sie ist nicht mehr besonders mobil. Über das Telefon hat sie aber die Möglichkeit, trotzdem noch mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, in Verbindung zu bleiben und sich auszutauschen.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Das war mein erster Anruf bei dieser älteren Dame! Es war der Moment, in dem meine Anrufpartnerin und ich erkannten, dass wir einander sehr sympathisch sind und problemlos über Gott und die Welt stundenlang am Telefon plaudern können, ohne den anderen tatsächlich persönlich zu kennen.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche ihnen ganz besonders viele motivierte Jugendliche und junge Erwachsene, die sich gerne ehrenamtlich engagieren möchten.

Fabian Tollens, Rettungssanitäter und Rescuebiker bei den Maltesern in Göppingen

Neben seinem Studium engagiert sich Fabian Tollens (26) ehrenamtlich bei den Maltesern im Kreis Göppingen und ist Mitglied im sogenannten CISM-Team (Critical Incident Stress Management). Seine Hobbies sind Fahrradfahren, Reisen und Wandern.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich engagiere mich schon seit 2008 ehrenamtlich bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Ich bin ehrenamtlich als Rettungssanitäter und Gruppenführer tätig. Außerdem unterstütze ich als Rescuebiker die Malteser Fahrradstaffel bei der sanitätsdienstlichen Absicherung vor allem von Sportveranstaltungen. Zudem gehöre ich zum neu gegründeten Einsatznachsorge-Team unserer Diözese, um den Einsatzkräften nach stark belastenden Einsätzen und traumatischen Erfahrungen bei der Verarbeitung des Erlebten zu helfen.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Jede Großveranstaltung, die im Zusammenspiel verschiedener Einheiten aus unterschiedlichen Malteser Gliederungen geplant und sanitätsdienstlich betreut wird und die den Zusammenhalt unserer Malteser Gemeinschaft spüren lässt und weiter stärkt, bedeutet für mich einen besonderen "Malteser Moment".

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Für die Zukunft wünsche ich den Maltesern in unserer Diözese weiterhin ein gutes Händchen in der Verbandsentwicklung und Integration der ehren- und hauptamtlichen Dienste, damit die Malteser auch weiterhin ihren wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten können.

Martin Zoller, Leiter des Malteser Besuchsdienstes mit Hund in Kirchheim unter Teck

Martin Zoller leitet seit diesem Jahr zusammen mit seiner Frau den Malteser Besuchsdienst mit Hund in Kirchheim unter Teck.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich engagiere mich bereits seit 2011 zusammen mit meiner Frau ehrenamtlich beim Malteser Besuchsdienst mit Hund. Unsere Verbindung zu den Maltesern kam über unseren Hund Balu zustande. Schon als Welpe und Junghund zeigte er außergewöhnliche Fähigkeiten, so dass wir eine Aufgabe für ihn suchten. Da kam uns die Ausbildung zum Besuchshund bei den Maltesern gerade recht. Unmittelbar danach fanden wir in einem Altenheim unsere feste Wirkungsstätte.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Jede Woche besuchen wir mit unserem Hund Balu die Bewohnerinen und Bewohner eines Altenheims. Dort sind unsere Besuche eine willkommene Abwechslung im Alltag. Bis zu 20 ältere Damen und Herren sitzen im Kreis und lassen sich von Balu ein Bällchen in die Hand werfen, um es anschließend wieder zurückzuwerfen. Balu fängt fast alle Bälle aus der Luft. Nach jeder Runde folgt als Belohnung die Lekkerlirunde, sehr zur Freude von Mensch und Tier. 

Was ist Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Den besonderen Malteser Moment empfinde ich jedes Mal, wenn ich in das Altenheim gehe. Balu schnappt sich sein Kuscheltier und rast los und wird mit großem Hallo begrüßt. Er findet selbst zu schwer dementen Menschen seinen eigenen Zugang.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Für die weitere Zukunft wünschen wir allen Maltesern weiterhin viel Freude und Spaß an ihrer Arbeit und eine angemessene Anerkennung in der Öffentlichkeit für ihre haupt- und ehrenamtlichen Dienste.

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