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Malteser Region Baden-Württemberg

60 Jahre - 60 Malteser

Die Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden 60!

1959 - 2019

Seit 1959 gibt es die Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und in der Stadt Stuttgart. Inzwischen engagieren sich fast 3.500 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche ehrenamtlich in 31 Gliederungen. Sie übernehmen Sanitätsdienste, sind im Katastrophenschutz und in der Hospizarbeit aktiv, engagieren sich in Besuchsdiensten, in Integrationsprojekten für Geflüchtete und in der Jugendarbeit sowie in vielfältigen weiteren Diensten für kranke, einsame und benachteiligte Menschen. Rund 4.000 hauptamtliche Malteser setzen sich in 19 Dienststellen und 22 Rettungswachen, in Pflege- und Fahrdiensten, im Hausnotruf und Menüservice sowie zahlreichen weiteren sozialen Diensten für ihre Mitmenschen ein.

60 Jahre Malteser, das sind auch 60 Jahre tätige Nächstenliebe. Unter dem Motto „60 Jahre – 60 Malteser“ zeigen wir hier 60 Gesichter, die hinter dieser Hilfe stehen. 

Der neueste Beitrag

Fabian Tollens, Rettungssanitäter und Rescuebiker bei den Maltesern in Göppingen

Neben seinem Studium engagiert sich Fabian Tollens (26) ehrenamtlich bei den Maltesern im Kreis Göppingen und ist Mitglied im sogenannten CISM-Team (Critical Incident Stress Management). Seine Hobbies sind Fahrradfahren, Reisen und Wandern.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich engagiere mich schon seit 2008 ehrenamtlich bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Ich bin ehrenamtlich als Rettungssanitäter und Gruppenführer tätig. Außerdem unterstütze ich als Rescuebiker die Malteser Fahrradstaffel bei der sanitätsdienstlichen Absicherung vor allem von Sportveranstaltungen. Zudem gehöre ich zum neu gegründeten Einsatznachsorge-Team unserer Diözese, um den Einsatzkräften nach stark belastenden Einsätzen und traumatischen Erfahrungen bei der Verarbeitung des Erlebten zu helfen.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Jede Großveranstaltung, die im Zusammenspiel verschiedener Einheiten aus unterschiedlichen Malteser Gliederungen geplant und sanitätsdienstlich betreut wird und die den Zusammenhalt unserer Malteser Gemeinschaft spüren lässt und weiter stärkt, bedeutet für mich einen besonderen "Malteser Moment".

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Für die Zukunft wünsche ich den Maltesern in unserer Diözese weiterhin ein gutes Händchen in der Verbandsentwicklung und Integration der ehren- und hauptamtlichen Dienste, damit die Malteser auch weiterhin ihren wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten können.


Alle bisherigen Beiträge

Gabriele Appel, Sorglos Begleiterin in Stuttgart

Gabriele Appel (55 Jahre) ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin und bei den Maltesern Sorglos Begleiterin im hauptamtlichen Betreuungsdienst. Ihre Hobbies sind: Lesen und Musik.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich bin seit 5 1/2 Jahren bei den Maltesern aktiv.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigekeit bei den Maltesern!
Ich bin Mitarbeiterin in der Sorglos Begleitung in Stuttgart. 

Meine Kolleginnen und ich begleiten Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf und geben Hilfestellung in der Organisation des persönlichen Alltags. Dabei orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen des Betreffenden. Wir sind vor Ort bei den Menschen, geben Ihnen Orientierung und Unterstützung, begleiten zum Arzt oder Therapiebesuch, gehen spazieren, organisieren Termine, hören zu, sind im Gespräch, helfen wo Hilfe benötigt wird, schenken Zeit und Aufmerksamkeit. 

Wir erhalten regelmäßig professionelle Fortbildungen und werden von unserer Teamleitung wertschätzend und unterstützend begleitet. Durch regelmäßig stattfindende Teamsitzungen pflegen wir den wichtigen Erfahrungsaustausch untereinander, klären Fragen, erhalten Unterstützung. Ich bin glücklich und dankbar ein Teil in diesem wunderbaren Team zu sein.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Viele Menschen, die wir begleiten dürfen, haben den 2. Weltkrieg als Kinder erlebt. Die Bedeutung vom Verlust geliebter Menschen, Verlust von Gesundheit, Verlust liebgewordener Schätze aus der Kriegskinderzeit, die Sehnsucht nach etwas unwiderbringlich Verlorenem, die vielen ungeklärten Fragen, die Schilderungen von ganz persönlichen Erlebnissen, von Freude und Leid, bringen mich in Berührung mit so vielen, unterschiedlichen, menschlichen Schicksalen. Das sind für mich, immer wieder, viele Malteser-Momente, es sind menschliche Momente. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?

dass die Maltesergemeinschaft stark bleibt und wachsen kann 

dass die Potentiale der Malteser sich weiterhin entfalten können. 

dass die Malteser in Treue und Beständigkeit, in der Begleitung von Menschen in Not und Menschen, die Hilfe brauchen, in all der Vielfalt der Herausforderungen, auch in der Zukunft, für alle, eine sichere Anlaufstelle bleiben werden. 

Michael Berger, Stadtbeauftragter und Leiter der Malteser Rettungshundestaffel in Schwäbisch Gmünd

Michael Berger (45) ist Stadtbeauftragter und Leiter der Rettungshundestaffel in Schwäbisch Gmünd. Darüber hinaus ist er der zuständige Fachberater für Rettungshundearbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Leiter der Rettungshundearbeit im Bezirk Nord- und Ostwürttemberg sowie Prüfer für Mantrailing. Alles rein ehrenamtlich! Hauptberuflich ist der Vater zweier erwachsener Kinder als Bauleiter tätig. Wenn noch etwas freie Zeit übrig bleibt, ist er sportlich unterwegs - beim Laufen, Skifahren oder Wandern.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv?
Seit Mai 2006.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Seit meinem Eintritt in den Malteser Hilfsdienst e.V. bin ich ehrenamtlicher Leiter der Schwäbisch Gmünder Rettungshundestaffel und als Rettungshundeführer mindestens zweimal wöchentlich in unserer Rettungshundestaffel aktiv. Darüber hinaus wurde ich im Jahre 2008 zum Einsatzsanitäter berufen. In den Folgejahren folgten weitere Berufungen: 2011 zum Prüfer für Mantrailing, 2012 zum stellvertretenden Stadtbeauftragten, 2017 zum Stadtbeauftragten und 2018 zum Leiter der Rettungshundearbeit im Bezirk Nord- und Ostwürttemberg. Alle diese Berufungen lebe ich mit großem Idealismus und voller Überzeugung. So versuche ich Vorbild für alle ehrenamtlichen Malteser Helferinnen und Helfer zu sein.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Jeder gemeinsame Einsatz mit unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist mir in besonderer Erinnerung. Besonders "denkwürdig" natürlich, wenn wieder einer unserer Rettungshunde bei unseren zahlreichen Vermisstensucheinsätzen ein Menschenleben retten konnte. Aber auch die zahlreichen glücklichen Kinderaugen bei unseren vielen Kindergarten- und Schulbesuchen oder bei unseren Vorführungen vergesse ich nie. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Zukunft?
Ich wünsche den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart auch für die nächsten 60 Jahre alles erdenklich Gute und Gottes Segen, so dass sich viele Menschen weiter ehrenamtlich engagieren - ganz nach unserem Leitsatz „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“.

Moritz Gabel, Bundesfreiwilliger bei den Maltesern in Kirchheim/Teck

Moritz Gabel ist seit September 2018 im Bundesfreiwilligendienst hauptamtlich bei den Maltesern in Kirchheim unter Teck tätig. Seit ein paar Monaten engagiert er sich darüber hinaus auch ehrenamtlich in der Malteser Jugend beim Katastrophenschutz.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
In meinem Jahr als Bundesfreiwilliger habe ich das Glück, in mehreren Bereichen zu arbeiten. So bin ich vormittags in der Ausbildung und nachmittags in der Seniorenbetreuung tätig. Dabei sind auch meine Aufgaben sehr vielfältig. Vormittags bin ich meistens im Büro. Dann "hüte" ich das Telefon, bearbeite Emails und bereite Erste-Hilfe-Kurse vor. Nachmittags bin ich für "unsere" Senioren im Café Malta zuständig, das speziell auf Menschen mit Demenz ausgerichtet ist. Dreimal in der Woche übernehme ich den Fahrdienst und hole nachmittags unsere Gäste mit einem Kleinbus ab. Die Arbeit mit den Senioren gefällt mir besonders gut, da ich vieles lernen kann und viele schöne Gespräche führe. Im Café Malta basteln und spielen wir viel mit den Senioren, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu fördern. Natürlich ist auch jedes Mal für das leibliche Wohl mit Kaffee und Kuchen bestens gesorgt.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Die Zeit bei den Maltesern hat mir sehr viel gebracht. Alleine durch das Vertrauen, das mir meine Vorgesetzte entgegenbringt, ist mein Verantwortungsgefühl sehr gestiegen, auch im Hinblick auf meinen weiteren Ausbildungsweg.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern für die Zukunft, dass es noch mehr Menschen gibt, die Lust haben, sich sozial zu engagieren, und dass auch viele junge Menschen solche Erfahrungen wie ich sammeln können, zum Beispiel auch durch ehrenamtliche Mitarbeit in der Malteser Jugend.

Özge Görkem, pädagogische Hausleitung Flüchtlingshilfe

Özge Görkem (25) ist bei den Maltesern hauptamtlich als pädagogische Hausleitung in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete tätig. In ihrer Freizeit geht sie gerne auf Reisen oder liest ein gutes Buch.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich bin mittlerweile seit einem Jahr und drei Monaten hauptamtlich beim Malteser Hilfsdienst tätig. 

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern! 
Ich arbeite als Pädagogische Hausleitung in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Zu meinen Aufgaben gehören die Belegung der Zimmer, Kontrolle und Konfliktmanagement. Außerdem bin ich Ansprechpartner für verschiedene Behörden, sowie für die Bewohner bei jeglichen Fragen und Problemen in der Unterkunft. 

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Mein ganz besonderer Malteser Moment war, als zwei Bewohner der Unterkunft sich bei den Maltesern um eine Ausbildung bewerben wollten. Wir erklärten ihnen, dass sie in ihrer Bewerbung darlegen sollen, weshalb sie bei den Maltesern arbeiten möchten. Daraufhin antworteten sie: „Dürfen wir schreiben, weil die Malteser Mitarbeiter in unserer Unterkunft sehr nett und hilfsbereit sind?“. Dieser Moment hat mir gezeigt, dass Unterstützung und Bemühungen ankommen, „…weil [wirklich] Nähe zählt“. 

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart wünsche ich für die Zukunft viel Erfolg, Glück und viele schöne, bedeutende und prägende Momente.  

Dieter Hamm, Kreisbeauftragter und Referent für Besuchs- und Therapiehunde bei den Maltesern in Böblingen

Dieter Hamm ist verheiratet und hat eine Tochter. Hauptberuflich arbeitet der Bankkaufmann als kaufmännischer Angestellter. Seine Hobbies sind Hunde und alles, was mit Hunden zu tun hat, sowie alles rund um Haus und Garten. Darüber hinaus engagiert er sich sozial in vielen Bereichen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv?
Ich bin seit dem 1. Januar 2004 ehrenamtliches Mitglied beim Malteser Hilfsdienst in der Kreisgliederung Böblingen und habe diese kontinuierlich aufgebaut. Vor nunmehr fast zehn Jahren wurde ich zum ehrenamtlichen Kreisbeauftragten berufen. Bereits 2006 starteten wir mit der Besuchs- und Therapiehundearbeit.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Seit 2006 haben wir den Dienst der Malteser Besuchs- und Therapiehunde kontinuierlich ausgebaut. Auch in anderen Gliederungen wie beispielsweise Freudenstadt, Ravensburg, Kirchheim, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Stuttgart haben wir diese Arbeit eingeführt, Hundeteams ausgebildet und auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Die schönsten Momente meiner ehrenamtlichen Arbeit sind vor allem zu sehen, was ein Besuch unserer Hundeteams bei den von uns besuchten und betreuten Personen hervorruft und welche Emotionen sich da zeigen, aber auch, wie sich unsere Hunde auf ihre Arbeit bei Kindern, Senioren und Menschen mit einer Behinderung freuen.
Der schönste Moment war, als sich ein autistisches Kind bereits nach kurzer Zeit voll und ganz auf den Hund eingelassen, ihn in den Arm genommen, sich an ihn gekuschelt und mit ihm gesprochen hat.

Was wünschen Sie den Maltesern für die Zukunft?
Ich wünsche Ihnen, dass sie sich immer mit Offenheit untereinander begegnen.

Melanie Hummel, Notfallhelferin bei den Maltesern in Rottenburg

Melanie Hummel (29) ist verheiratet und arbeitet als pharmazeutisch-technische Assistentin. In ihrer Freizeit liebt sie es, klettern und wandern zu gehen.

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Seit fünf Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Ich bin als Notfallhelferin ehrenamtlich im Bereich der Sanitätsdienste tätig.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Als ich im vergangenen Jahr meine Ausbildung zur Notfallhelferin in Schwäbisch Gmünd absolviert habe, durfte ich viele neue und tolle Malteser Kolleginnen und Kollegen kennenlernen.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Dass die Malteser weiterhin attraktiv für ihre Helferinnen und Helfer und ihre Mitglieder bleiben und weiter wachsen.

Lena Müller, Trainee im Sozialmanagement

Lena Müller (24 Jahre) ist studierte Betriebswirtin und als Trainee bei den Maltesern tätig. In ihrer Freizeit geht sie besonders gerne Reisen.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?
Seit Februar 2018 bin ich bei den Maltesern hauptamtlich tätig.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigekeit bei den Maltesern!
Ich bin bei den Maltesern als Trainee tätig. Das Trainee-Programm ist ein 18-monatiges Nachwuchsführungskräfte-Programm. Zu Beginn lernte ich die gesamte Vielfalt der Malteser Dienste kennen, ob bei der Aufbereitung der Schulverpflegung im Menüservice, einem Technikeranschluss beim Hausnotruf oder einer Hausgeburt im Rettungsdienst, ich durfte überall hospitieren. Neben dem Kennenlernen der Malteser Dienste liegt der Fokus des Programms in der Vorbereitung auf eine spätere Führungsposition, wofür ich im Rahmen diverser Projekte, Fortbildungen und Coachings fit gemacht werde.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Mein ganz besonderer „Malteser Moment“ war die Hospitation im Rettungsdienst Stuttgart: Hier durfte ich die Rettungskräfte bei der Hausgeburt eines kleinen gesunden Mädchens unterstützen.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern für die Zukunft, dass sie weiterhin so erfolgreich und schnell Menschen in Notsituationen helfen.
 

Susanne Righi-Eberhardt, Dozentin für Erstorientierungskurse

Susanne Righi-Eberhardt (49) ist verheiratet und hat zwei "wundervolle Teenager-Töchter" im Alter von 13 und 14 Jahren. Montainbike-Fahren, Schwimmen und Joggend sind ihre Hobbys. In Bamberg hat sie Germanistik studiert und vor der Geburt ihrer Kinder als Journalistin gearbeitet. Anfang 2017 absolvierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe ein Aufbaustudium zur Dozentin für Deutsch als Fremdsprache.

Wie lange sind Sie schon hauptamtlich aktiv bei den Maltesern?
Bei den Maltesern arbeite ich seit Juni 2017 als Dozentin in Erstorientierungskursen für Geflüchtete. Der Kurs vermittelt sowohl deutsche Sprachkenntnisse als auch landeskundliches Wissen und die Werte unserer Gesellschaft. Ergänzt wird der Unterricht durch Exkursionen wie beispielsweise in den Landtag nach Stuttgart, Besuche in der Bibliothek oder auf dem örtlichen Obst- und Gemüsemarkt.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Seit Januar 2019 unterrichte ich in der Gemeinschaftsunterkunft in Bietigheim-Bissingen 22 Geflüchtete aus neun Nationen (Afghanistan, China, Gambia, Guinea, Irak, Iran, Nigeria, Togo, Türkei). Die Teilnehmenden sind zwischen 20 und 45 Jahre alt, viele von ihnen sind gerade mal vier oder fünf Monate in Deutschland. Im Kurs sind nur drei Frauen, zwei von ihnen haben Kinder, die nun in einen Kindergarten gehen. Der Kurs bietet den Teilnehmenden - trotz unklarer Bleibeperspektive - eine Abwechslung zum eintönigen Alltag in der Unterkunft. Die Interaktion im Kurs beruht auf Respekt, Toleranz und Vertrauen. Die Teilnehmenden helfen sich gegenseitig und bereichern den Unterricht mit ihrer Persönlichkeit.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Wenn ich sehen kann, dass einer meiner Teilnehmenden zu einem Sprach- oder Integrationskurs zugelassen ist und damit dem normalen Alltag in Deutschland einen Schritt näher gekommen ist, fühle ich mich und meine Arbeit sowie das Engagement der Träger - BAMF und Malteser - bestätigt.

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche mir, für die Malteser als Träger von Erstorientierungskursen weiterhin Kurse ausrichten zu können, so dass wir noch für mehr Geflüchtete die Tür in die Normalität zumindest einen Spaltbreit öffnen können. - Wenn nicht wir, die Malteser, wer dann?!

Norbert Scheffler, Stadtbeauftragter in Ravensburg-Weingarten

Norbert Scheffler (63) ist Pflegedienstleiter und hat zwei Söhne. Bei den Maltesern ist er ehrenamtlicher Stadtbeauftragter von Ravensburg-Weingarten, Mitglied im Diözesanvorstand, Delegierter zur Bundesversammlung und Projektleiter Osteuropa. Wenn neben seinem Beruf, seinen zahlreichen Ehrenämtern und seinen Reisen nach Osteuropa noch Zeit übrig bleibt, beschäftigt er sich gerne mit Fotografie oder Modelleisenbahnen. 

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?
Ich engagiere mich bereits seit 1973 ehrenamtlich bei den Maltesern.

Beschreiben Sie kurz Ihre Tätigkeit bei den Maltesern!
Als Stadtbeauftragter vertrete ich die Malteser nach außen, bin Ansprechpartner für alle unsere Ehrenamtlichen und auch für die Verwaltung und Buchhaltung unserer Gliederung zuständig. Außerdem arbeite ich als Rettungssanitäter im Sanitätsdienst mit und engagiere mich demnächst auch noch als Ausbilder.

Seit 30 Jahren bin ich zudem im Auslandsdienst immer wieder in Osteuropa - vor allem in Rumänien - unterwegs. Wir unterhalten aktuell eine Partnerschaft mit dem rumänischen Malteser Hilfsdienst SAMR in Satu Mare und unterstützen dort die Aktivitäten der rumänischen Malteser in den sozialen Diensten. Darüber hinaus haben wir eine Kooperation mit dem Kloster Moldovita und den Gemeinden Moldovita und Vatra Moldovita. Wir organisieren regelmäßig Hilfsgütertransporte und bringen Lebensmittel und Kleidung sowie medizinische Ausstattung und Geräte für die neue Ambulanzstation und sonstige Gebrauchsgüter, die dringend benötigt werden.

Seit 2015 engagieren wir uns als Diözese zusätzlich in Belarus (Weißrussland). Dort unterstützen wir finanziell die Arbeit der Sozialen Zentren in Nezvish, Krupki und Soligorsk in Kooperation mit der Caritas in der Erzdiözese Minsk-Mogilev als Partnerorganisation.

Im Malteser Diözesanvorstand bin ich als Helfervertreter aktiv. Dabei wirke ich bei anstehenden Beratungen und Entscheidungen, Budgetberatungen und Jahresabschlüssen mit.

Als Delegierter zur Bundesversammlung vertrete ich die Interessen der Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf Bundesebene.

Was war Ihr ganz besonderer "Malteser Moment"?
Zu meinen besonderen "Malteser Momenten" zählen meine Einsätze in Rom bei den verschiedensten Anlässen. So zum Beispiel bei der großen Malteser Wallfahrt nach Rom für Menschen mit Behinderungen oder beim Sanitätsdienst auf dem Petersplatz im Heiligen Jahr.

Ein besonderer "Malteser Moment" war für mich auch das Dankeschön des Klosters Moldovita, als wir in der dortigen Werkstatt für die Restaurierung einer Feuerwehrfahne aus Ravensburg bezahlen wollten und das Kloster dafür nichts haben wollte, „weil wir schon so viel Hilfe in das Dorf gebracht haben!".

Was wünschen Sie den Maltesern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart?
Ich wünsche den Maltesern in der Diözese weiterhin viele Helferinnen und Helfer in dieser großartigen Gemeinschaft, so dass wir die wachsenden Aufgaben für das Wohl in unserer Gesellschaft auch in Zukunft so gut meistern können wie bisher.

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