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Malteser Region Baden-Württemberg

Lörrach: ARaymond spendet 12.000 Euro an neuen Kinder- und Jugendhospizdienst

Durch die Spende werden Ehrenamtliche qualifiziert

05.12.2017
Michael Baur (v. l.), Jürgen Trefzer, Ramona Hunzinger von ARaymond mit Elisabeth Freifrau Spies von Büllesheim, Simone Frache und Heidi Gersbacher-Matt von den Maltesern. Foto: Malteser

Lörrach. Mit einer Spende in Höhe von 12.000 Euro unterstützt der regionale Automobilzulieferer ARaymond den in diesem Jahr neugegründeten ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser. Diese in der Region einmalige neue Einrichtung benötigt dringend eine Anschubfinanzierung, um die ehrenamtlich Tätigen für diesen besonderen Hospizdienst zu qualifizieren.
Das „Charity Team“ von ARaymond und Geschäftsführer Jürgen Trefzer überreichten den Spendenscheck und stellten dabei heraus, wie wertvoll sie diese Arbeit für sterbenskranke Kinder und deren Familien finden.

Bisher gab es für die gesamte Region Lörrach sowie südlich des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald keinen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst. „Deshalb freuen wir uns riesig über diese großzügige Spende der Firma ARaymond, mit der wir ehrenamtliche Hospizhelfer qualifizieren und diesen wichtigen Dienst für betroffene Familien im Landkreis Lörrach-Hochrhein aufbauen können“, sagt Simone Frache, Hospizkoordinatorin der Malteser.
15 Ehrenamtliche sollen als Kinder- und Jugendhospizhelfer geschult werden und im Sommer 2018 mit ihrer Arbeit beginnen. Der Dienst ist im Landkreis in einem Netzwerk (Caritas Lörrach, ambulante Kinderpflegedienste, St. Elisabethen Krankenhaus, Familienzentrum Lörrach, St. Josephshaus Herten und anderen Institutionen) eingebunden. Außerdem arbeiten die Malteser mit der Universitäts-Kinderklinik Freiburg zusammen und möchten die regionalen Kliniken als weitere Partner gewinnen.

„Mit der Hospizarbeit und Palliativberatung knüpfen die Malteser an die Tradition des Malteserordens als erster Krankenpflegeorden an. Bereits im 11. Jahrhundert unterhielten sie ein Hospiz in Jerusalem. Im Zuge der Hospizbewegung des 20. Jahrhunderts bieten die Malteser inzwischen an 39 Standorten in Deutschland Kinder- und Jugendhospizdienste an.“, erklärt Diözesanleiterin Elisabeth Freifrau von Spies.

Hintergrund: Die ambulante Kinder- und Jugendhospizarbeit der Malteser

Was ein sterbenskrankes Kind für ein Familiensystem – Eltern, Geschwister, Angehörige und Freunde – bedeutet, ist für Nichtbetroffene oft schwer nachzuvollziehen. Der gesamte familiäre Alltag ist durch die Erkrankung des Kindes geprägt und wird danach ausgerichtet. Nicht selten geraten die Familien dadurch an ihre Grenzen.
Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser bildet ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer aus, die die betroffenen Familien während der gesamten Lebens-, Sterbe- und Trauerphase begleiten. Dabei orientieren sie sich an den Bedürfnissen und Wünschen der erkrankten Kinder und Jugendlichen und haben gleichzeitig deren ganze Familie im Blick. Sie unterstützen nicht nur in ganz praktischen Fragen, sondern sind auch Gesprächspartner für betroffene Eltern und Kinder. So tragen sie dazu bei, die Lebensqualität der Betroffenen zu fördern und so lange wie möglich zu erhalten.
Das Angebot ist unabhängig von Nationalität, Weltanschauung, Konfession oder sozialer Stellung und für alle kostenfrei. Der Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser arbeitet mit regionalen Netzwerken sowie Kliniken und Pflegediensten zusammen.

Hintergrund: Das „Charity-Team“ von ARaymond

Sich sozial zu engagieren und Bedürftige aktiv zu unterstützen, war und ist für den Lörracher Automobilzulieferer ARaymond schon immer Praxis. Um dieses Engagement zu bündeln, hat das Unternehmen ein „Charity-Team“ etabliert, dass sich aus sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bunt gemischt aus unterschiedlichen Ebenen und Bereichen des Unternehmens zusammensetzt.
Der Schwerpunkt der Unterstützung liegt auf karitativen Einrichtungen, die sich um Kinder oder Jugendliche in der Region kümmern. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Sprachförderkonzepte an Kindergärten mitfinanziert, Programme für Kinder und Jugendliche mit Handicap unterstützt, Aktionen „mit Herz und Hand“ umgesetzt (hier helfen Mitarbeiter bei Projekten in regionalen Kinder- und Jugendeinrichtungen mit und werden für diese Stunden vom Unternehmen freigestellt, z. B. unterstützten sie Renovierungsarbeiten in Kindergärten und Kindertageseinrichtungen …) und vieles mehr.

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